Illustration eines Computers auf dem ein rotes X zu sehen ist
16.02.2021

Gastbeitrag Jonas Eisert, Experte für Videomarketing

6 häufige Fehler auf Webseiten – und wie Unternehmer sie vermeiden

Ein guter Internetauftritt sichert gerade jetzt das Überleben vieler Firmen. Doch Analysen zeigen: Viele Webseiten weisen erhebliche Mängel auf; es werden häufig die gleichen Fehler begangen. 6 Tipps, was sich besser machen lässt.

Tipp 1: Keine Floskeln und abstrakte Inhalte

Im Kopf des Kunden sollten sofort Bilder entstehen, die er entschlüsseln kann. Abstrakte Begriffe wie „Digitalisierung“, „Innovation“ oder auch „Im Mittelpunkt steht bei uns der Kunde“ erzeugen keine Bilder und beantworten keine Fragen. Der Kunde möchte wissen, welchen Vorteil er durch das Angebot genießt und wie das funktioniert.

Statt zum Beispiel zu sagen: „Wir verhelfen Ihrem Unternehmen zu mehr Kunden“, wäre es sinnvoller, eine Szene vor dem geistigen Auge zu kreieren. „Finden Sie jeden Morgen fünf Mails von Menschen, die mit Ihnen zusammenarbeiten möchten, in Ihrem Postfach.“ Oder statt der Floskel: „Werden Sie reich!“, eine Geschichte im Kopf des Kunden abspielen zu lassen: „Stellen Sie sich vor, Sie laden Ihre Begleitung ins Restaurant ein und kümmern sich beim Auswählen der Speisen nicht um den Preis. Er braucht Sie nicht zu interessieren.“ Und noch etwas: Prüfen Sie Ihre Headline. Denn wenn sie ebenso gut auf die Webseiten Ihrer Mitbewerber passen würde, ist sie unbrauchbar.

Tipp 2: „Für den Kunden“ statt „über uns“

Eine Landingpage bietet die Chance den Kunden unmittelbar abzuholen. Ihm soll erklärt werden, warum er profitiert, wenn er dieses Angebot annimmt. Wie „toll“, „jung“ oder „dynamisch“ (Floskel-Alarm!) das Unternehmen ist, sollte weniger durch Worte als durch die Leistung des Angebots bewiesen werden.

Tipp 3: Das richtige Video

Eine gute Webseite setzt auf Videos. Sie erhöhen die Verweildauer des potenziellen Kunden auf der Seite, was sich wiederum positiv auf das SEO-Ranking auswirkt. Das richtige Video ist also ein Muss. Aber welches passt am besten? Wählt man einen umfangreichen Imagefilm, ist man vermutlich bereits eine bekannte Marke. Stellt sich der Chef selbst vor die Kamera, kann das Vertrauen und Sympathie erzeugen. Dass dies allerdings auch schiefgehen kann, beweisen unzählige Youtube-Fails. Wer vor der Kamera überzeugen möchte, braucht Ausstrahlung, Sprechtraining, passendes Styling und ein perfektes Script. Wer sich damit nicht überfordern möchte, greift am besten zu einem animierten Erklärvideo. Der Vorteil an dieser Stelle ist, dass das Produkt im Vordergrund steht und sich niemand vor der Kamera präsentieren muss. So können Informationen klar kommuniziert und leicht verständlich transportiert werden. Ein gutes Beispiel dafür gibt es hier.

Tipp 4: Kurze Ladezeiten

Die Ladezeit der Webseite sollte möglichst kurz gehalten werden. Alles über drei Sekunden ist zu lang und das Risiko, den Interessenten zu verlieren, steigt.

Tipp 5: Der perfekte Call-to-Action

Ein perfekter Call-to-Action beantwortet kurz und prägnant folgende drei Fragen: Was soll der Kunde tun? Warum soll er es tun? Wie soll er es machen? Diese knappe Botschaft wird verstanden und soll ohne weiteres mehrfach auf der Seite auftauchen. Verwirrend wirken hingegen zu viele verschiedene Aufforderungen. Ein klarer Call-to-Action wie beispielsweise: „Schauen Sie sich dieses Video an, um mehr über uns und unser Produkt zu erfahren.”, genügt.

Tipp 6: Zu viele Details schaden

Es ist unnötig, Kunden ein aufwendiges Studium zahlreicher Informationen zuzumuten. Es reicht vollkommen aus, ihre Fragen zu beantworten. An dieser Stelle soll nichts anderes geschehen, als aus einem Interessenten einen Kunden zu machen.

Zur Person

Porträt von Jonas Eisert

Jonas Eisert

Jonas Eisert ist der Geschäftsführer der Loft Film GmbH, einer Agentur für Erklärfilme aus München. Sein Aufgabe ist es, komplexe Produkte und Dienstleistungen kompakt für unterschiedliche Zielgruppen darzustellen

16.02.2021
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