20.02.2020    Hilka H. Jeworrek

Social Media

Was spricht für Influencer Marketing?

Im Marketing-Mix erhalten Online-Formate wie Anzeigen und redaktionelle Inhalte zunehmend mehr Relevanz. Auch die Zusammenarbeit mit Influencern zählt dazu. Aber nicht immer ist der reichweitenstärkste Instagrammer die beste Wahl.

Influencer Marketing ist heute eine etablierte Werbedisziplin, wenn auch eine relativ junge. Die Branche ist trotz breiter Anwendungsbeispiele noch dabei Standards zu entwickeln. Bereits im Jahr 2017 gab es rund 30.000 deutschsprachige Instagrammer, YouTuber oder Blogger in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH), die mehr als 10.000 Follower vorweisen konnten. Damit lässt sich der Bereich durchaus als wichtiger Marketingkanal betrachten. Auch wenn Unternehmen nicht ausschließlich auf Kooperationen mit den Werbegesichtern setzen sollten, kann die Kombination mit anderen Formaten auf Social Media durchaus förderlich sein.

2020 könnten Gewinne bei einer Milliarde Euro liegen

Insgesamt erzielten Influencer 2017 Nettoerlöse von rund 560 Millionen Euro, 2018 waren es schon 700 Millionen Euro. In diesem Jahr dürften es sogar bis zu 990 Millionen Euro werden.

Die gebuchten Dienstleistungen haben in der Regel das Ziel, vertriebsunterstützend zu wirken oder die Markenbekanntheit beziehungsweise das -image zu verbessern. Dies muss nicht nur online via Blogs, Community-Foren oder Social Media erfolgen. Genauso können Influencer offline auf Events oder in privater Umgebungen wirken. Von influenceraffinen Social Media-Nutzern ab 14 Jahren kauft mehr als ein Drittel das präsentierte Produkt im Nachgang, wie eine Studie des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) zeigt.

Allerdings sollten Unternehmen die eigenen Bedürfnisse, die Zielgruppen sowie deren Bedürfnisse im Vorfeld genau definieren und evaluieren, bevor sie sich auf die Suche nach dem passenden Gesicht für eine mittels Influencer ausgesteuerte Kampagne machen. Denn nicht für jeden muss der reichweitenstarke Top-Lifestyle-Influencer die richtige Wahl sein. Gerade in B2B– oder sehr spezifischen B2C-Bereichen können Mikro-Influencer, die kleinere Reichweiten aufweisen, aber in der gewünschten Zielgruppe als vertrauenswürdig etabliert und noch näher an der Community sind, die bessere Wahl sein. Insbesondere erklärungsbedürftige Themen können diese Category-Influencer häufig besser in der Zielgruppe platzieren.

 

 

20.02.2020    Hilka H. Jeworrek
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