Ein Coronavirus im Hintergrund, im Vordergrund Euromünzen
22.02.2021    Miriam Rönnau

Coronahilfen

Gesundheit versus Geldbeutel – diese Sorgen plagen Deutschland

Was fürchten die Bundesbürger in Coronazeiten mehr: die Gefahren für ihre Gesundheit oder einen leeren Geldbeutel? Eine Studie klärt auf – und zieht den europäischen Vergleich.

22 Prozent der Verbraucher, besonders die jüngeren unter 35 Jahren, machen sich in Hinblick auf Corona mehr Sorgen um ihre Finanzen als um ihre Gesundheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der ING Deutschland.

Damit erreicht die Bundesrepublik den höchsten Wert aller untersuchten Länder. Ganz unten rangiert Rumänien. Dort sorgen sich nur acht Prozent der Bürger mehr um ihr Geld als um ihre Gesundheit. Der europäische Durchschnitt liegt bei 17 Prozent.

 

 

Doch mit steigendem Alter nehmen die gesundheitlichen Bedenken zu. Kein Wunder: Denn ältere Menschen erleiden in der Regel einen stärkeren Krankheitsverlauf als jüngere Generationen. So plagen 42 Prozent der Deutschen mehr Ängste in Bezug auf ihre Gesundheit als in Bezug auf ihre Finanzen. Damit liegt die Bundesrepublik nahe dem europäischen Durchschnitt.

Die Deutschen neigen dazu, einen der beiden Aspekte in den Fokus zu stellen, weniger aber beide gleichermaßen zu fürchten. Mit 22 Prozent derjenigen, die Gesundheit genau so wie die Finanzen beschäftigen, kommen die Deutschen auf einen der niedrigsten Werte in der Umfrage. Nur die Niederlande verzeichnen gut zwei Prozentpunkte weniger.

Welche Länder haben die größten Finanznöte?

Vor allem in Rumänien und in der Türkei sind Verbraucher von finanziellen Sorgen geplagt – annähernd beziehungsweise mehr als die Hälfte der befragten Verbraucher stimmten der Aussage zu, durch die Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten zu sein. Damit ziehen die beiden Länder den europäischen Durchschnitt in eine Höhe von rund 30 Prozent, auf der sich dann andere Länder im Osten und Süden Europas einpendeln.

 

 

Doch auch Großbritannien kommt dem Schnitt mit rund einem Viertel der Befragten nahe. Verbraucher hierzulande machen sich zwar auch Sorgen um ihre Finanzen, scheinen aber insgesamt noch gut weggekommen zu sein: mit rund 20 Prozent liegt die Bundesrepublik unter den niedrigsten Werten im Ländervergleich. Nur Luxemburger und Niederländer haben deutlich weniger Befürchtungen.

Dass Deutschland so gut abschneidet, könnte nicht zuletzt auch an den Coronahilfen liegen. Doch umso länger die Pandemie anhält, desto mehr beklagen Selbstständige, dass die Fördermittel sehr spät oder gar nicht ankommen. Und: Jede Förderung – egal ob EU-, Bundes- oder Landesebene – hat ihre eigenen Voraussetzungen und weist teils spezielle bürokratische Tücken auf. Tipps gibt es hier.

22.02.2021    Miriam Rönnau
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