Eine DNA-Doppelhelix
04.03.2021    Arne Gottschalck
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BioTech-Investments

Was Aktien von Biontech, Moderna und Co. Anlegern bieten

Spätestens seit dem Ausbruch der Coronapandemie ist den meisten Menschen BioTech ein Begriff. Aber der Ansatz kann mehr als Viren bekämpfen. Anleger sollten die Risiken jedoch nicht aus dem Blick verlieren.

Auf 237 Millionen Google-Treffer bringt es das Schlagwort „BioTech“,„Bundesliga“ lediglich auf 219 Millionen. Die Pandemie verschiebt den Fokus. Und anders als der Fußball mit nur wenigen börsennotierten Clubs bietet BioTech Anlegern zahlreiche Chancen.

Biotechnologie ist eine Forschungsrichtung, die den lebenden Organismus in den Mittelpunkt stellt – seien es Mikroorganismen oder Pflanzenzellen. 1928 hatte Alexander Fleming entdeckt, dass ein Stoff aus einem Schimmelpilz krankheitserregende Bakterien abtötet. Heute wird der Pilz in Bioreaktoren gezüchtet. Gefiltert und gereinigt ist Penicillin medizinischer Standard.

Wird BioTech auch Krebs heilen?

Inzwischen bringen BioTech-Firmen immer neue Medikamente auf den Markt, wie etwa Moderna sein Covid-19-Präparat. „Mittel- bis langfristig betrachtet können diesen Vakzinen eine Vielzahl von mRNA-Arzneien folgen“, sagt Daniel Koller, Leiter Investment Team der Investmentgesellschaft BB Biotech. Je mehr die Wissenschaft über Organismen weiß, umso eher lassen sich Medikamente finden. Biotechnologie schafft also eine Art intellektueller Infrastruktur, die den Weg zu einem Impfstoff gegen Covid-19 geebnet hat, aber auch einen Pfad etwa in Richtung Krebswirkstoff öffnen kann.

Gut für Patienten: Herkömmliche Behandlungen etwa von Krebs greifen in der Regel alle Zellen an, BioTech nur die kranken. Der Ansatz erlaubt es, auch seltene Krankheiten gezielt zu therapieren, an denen weltweit nur wenige Menschen leiden. Die meisten davon beruhen auf genetischen Veränderungen. Versteht die Wissenschaft sie, lassen sich Medikamente leichter entwickeln. Dabei hilft BioTech.

Dividenden wie bei Bluechips

Entsprechend ist der Sektor wirtschaftlich längst keine Nische mehr. Klassische Pharmakonzerne greifen gern zu, so wie unlängst Bristol Myers Squibb bei Myokardia – zum Preis von rund 13 Milliarden Dollar. Das BioTech-Unternehmen hat ein vielversprechendes Herzpräparat schon weit entwickelt – und offenkundig bereits andere Herzmedikamente in der Pipeline.

BioTech glänzt mittlerweile zusätzlich in einer weiteren Disziplin: Investmentvehikel wie BB Biotech schütten regelmäßig Dividenden aus wie sonst eher Bluechips. Ohne Risiko ist ein Investment zwar nicht – aber dieses lässt sich, wie BB Biotech es vormacht, über viele Unternehmen streuen.

04.03.2021    Arne Gottschalck
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