23.03.2020    Kai Makus
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Börse

Wie sich Tech-Aktien in der Corona-Krise schlagen

In der Corona-Krise sorgt moderne Technik für Kontakt zwischen Menschen, die sich besser nicht zu nahe kommen – und hält Unternehmen am Laufen, die ihre Mitarbeiter zur Sicherheit im Homeoffice arbeiten lassen. Den Anbietern von Internettechnologie oder Videokonferenzen, aber auch Computern und Netzwerken verspricht das einen Schub.

Zwar konnten sich Tech-Aktien dem Abwärtssog an den Börsen nicht vollständig entziehen. Im Vergleich zu ungleich schwerer getroffenen Unternehmen wie der Touristik-Riese TUI, die Fluggesellschaft Lufthansa, der Flugzeugbauer Airbus oder der Automobilzulieferer Continental blieben die Abschläge aber relativ begrenzt.

Rückenwind für Zukunftstechnologien?

Selbstverständlich trifft die Pandemie auch Tech-Unternehmen: Der Krankheitsausbruch in China brachte die Lieferketten vieler Hardware-Hersteller ins Wanken, wichtige Messen wie der Mobile World Congress wurden abgesagt. Dennoch dürfte die Krise den langfristigen Megatrend Digitalisierung eher verstärken. So könnte nicht nur die Einführung des neuen Mobilfunkstands 5G beschleunigt werden.

Denkbar ist auch, dass Technologien für Smart Cities – die den Einsatz von Menschen vor Ort zu minimieren helfen – künftig stärker gefragt sind. Und Biotech-Werte stehen nicht zuletzt bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2, Onlinehändler angesichts der Geschäftsschließungen im Einzelhandel im Blickpunkt.

„Margenstarkes“ Tech-Geschäft

Per 20. März hätten sich US-Technologiewerte im S&P 500 um 16 Prozentpunkte besser entwickelt als der Gesamtindex, schreibt zum Beispiel der Chefanlagestratege der Deutschen Bank Privat- und Geschäftskundensparte, Dr. Ulrich Stephan, in seinem Newsletter „Perspektiven am Morgen“.

Investoren würden angesichts einer möglichen Bodenbildung an der Börse vor der Wahl stehen, wo sie wieder einsteigen sollten, sobald fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen greifen würden. Aus seiner Sicht wären sie wahrscheinlich im „margenstarken“ Tech-Sektor besser aufgehoben als bei Airlines, Autobauern oder Ölfirmen – die vor „milliardenschweren Investitionskosten für die Restrukturierung“ stünden.

23.03.2020    Kai Makus
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