Glashütte Original Senator Cosmopolite
03.11.2020    Arne Gottschalck
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Weltzeituhren

Globus am Handgelenk

Weltzeituhren erinnern an einen Reisepass voller Stempel. Sie sind Ausweise dafür, überall zu Hause zu sein. Und außerdem ganz einfach attraktive Hingucker, die technisch hochkomplex sind.

Hand aufs Herz oder vielmehr Ohr ans Handgelenk: Es hat schon was. Denn bildlich gesprochen, umspannen Weltanzeiger den Globus mit feinem Ticken, von New York bis Nanking. Möglich wird das nicht durch Platinen wie beim Smartphone, sondern durch Feinmechanik vom Feinsten.

Der globale Ansatz einer Uhr ist in der Regel auf dem Zifferblatt zu sehen, etwa eine Weltkarte. Andere Uhren tragen einen Ring, auf dem die Namen von Großstädten in ihren Zeitzonen zu sehen sind. Damit die außen tatsächlich angezeigt werden können, musste innen einiges an Entwicklungsarbeit geleistet werden. „Das Räderwerk treibt einen in 24 Stunden unterteilten Ring im Verhältnis zwei zu eins mit an“, sagt Sezgin Yavuz vom Uhrmachermeister Georg Kramer aus Hamburg. „Ein zweiter Ring kreist diesen mit ebenfalls 24 wohlklingenden und gleichermaßen bekannten Städtenamen ein. Er bildet den äußersten Rand und kann sowohl unter Glas als auch wie eine Lünette angeordnet sein und ist in beide Richtungen manuell drehbar.“

Bei Glashütte Original hat man einige Erfahrung mit diesem Uhrentyp. Doch nicht nur Erfahrung ist ein Faktor, um einen Weltanzeiger erfolgreich aufs Räderwerk zu stellen. Die drei wichtigsten Aspekte? Greifen ineinander wie die Zahnrädchen in einem Uhrwerk.

1. Uhr-Geschichte

Weltanzeiger sind beileibe keine neue Erfindung. Im Fall von Glashütte Original lässt sich sogar ein Datum finden: 2012 wurde die „Grande Cosmopolite Tourbillon“ vorgestellt. Die Uhr zeigte nicht nur alle gültigen Weltzeitzonen an, sondern bot zusätzliche Komplikationen wie etwa ein „Fliegendes Tourbillon“, welches das Werk von der Erdanziehung entkoppelt und damit ganggenauer macht. Entwickelt? 1920 – vom Glashütter Uhrmacher Alfred Helwig. Da die Extras den Preis in die Höhe trieben, kam bald der Wunsch nach einer reduzierteren Variante auf. 2015 fand die „Senator Cosmopolite“ ihren Weg auf den Samt der Juwelier-Auslagen, damals in Rot- und Weißgold. 2018 wurde eine Stahlvariante mit weißem Zifferblatt nachgereicht, nun eine mit blauem Zifferblatt.

2. Entwicklungsausdauer

Mit den Entwicklungszyklen in der Uhrenindustrie ist das so eine Sache. Gut Ding braucht Weile, klar. Auf der anderen Seite will aber kein Hersteller den Trend der Zeit an sich vorüberziehen lassen, während nur die Prototypen auf der Werkbank liegen. Bei Glashütte Original zumindest hat man sich für die „Senator Cosmopolite“ nur rund zwei Jahre Zeit gelassen. Genauer: für das Kaliber 89-02, das die Uhr antreibt. Möglich wurde die vergleichsweise kurze Entwicklungszeit durch die Vorarbeit des Unternehmens. Denn das neue Kaliber basiert auf dem Werk des Vorgängermodells, der „Grande Cosmopolite Tourbillon“, mit einer Entwicklungszeit von sechs Jahren. Ausdauer zahlt sich eben aus.

3. Technisch im Vorteil

Was im Handy die Apps leisten, muss bei einer mechanischen Uhr von Anfang an in Rädchen gedacht werden. In der „Senator Cosmopolite“ schlägt das Kaliber 89-02. Zu sehen sind jene 24 Zeitzonen, die in vollen Stunden von der Greenwich Mean Time (GMT) abweichen. Darüber hinaus werden acht weitere Zonen gezeigt, die eine halbe Stunde von GMT abweichen, sowie drei Zeitzonen mit einer Abweichung von einer Dreiviertelstunde. Technische Schmankerl? Klar, unter anderem kann die Uhr die Tages- und Nachtzeit in zwei Zeitzonen gleichzeitig zeigen – und damit einen Tick mehr als andere.

03.11.2020    Arne Gottschalck
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