22.07.2020    Ulrike Maris

Prozesse

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Arbeit ist kein Ort, sondern ein Zustand – so lässt sich das Remote Working beschreiben, das flexible Arbeiten unabhängig von Ort und Zeit. Damit Unternehmen weiterhin wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie einiges beachten – vier Tipps.

Agiles Arbeiten, mehr Digitalisierung, volle Flexibilität  – etliche Unternehmen versuchen derzeit den Wandel der Arbeitswelt zu bewältigen. Das ist zwar erstmal nichts Neues, dennoch ist klar: Die Corona-Pandemie hat dies für viele Unternehmen zu einer Mammutaufgabe gemacht, deren Bewältigung keine modische Spielerei ist, sondern vielfach zwingend erforderlich.

„Unternehmen aller Branchen müssen sich mehr denn je mit dem Wandel zum digitalen Arbeitsplatz auseinandersetzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagt Stéphane Paté, Senior Vice President und General Manager bei Dell Technologies Deutschland.  Allerdings gelingt der Wandel nicht überall gleich gut. Paté: „Ohne einen echten Kulturwandel wird es schwierig, die Modernisierung des Arbeitsplatzes voranzutreiben.“

Dazu formuliert Experte Paté vier Punkte, an die sich Unternehmen halten sollten, damit der Wandel gelingt und sie wettbewerbsfähig bleiben:

Zunächst geht es darum, die Bedürfnisse des Einzelnen zu erkennen

IT-Verantwortliche müssen herausfinden, wie die Mitarbeiter jeden Tag durch ihre Aufgaben und Entscheidungen navigieren, welche Kommunikationswege sie nutzen und wie sie welche Technologien einsetzen. Außerdem sollte die IT an jedem Arbeitsplatz so nutzerfreundlich wie möglich sein, damit die Mitarbeiter sie produktiv nutzen können.

Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern einfachen Zugang zur individuell notwendigen Ausstattung

Idealerweise stellt sich jeder Mitarbeiter über ein Selbstbedienungs-Portal sein individuelles Portfolio an Anwendungen zusammen, auf die er von jedem seiner Geräte zugreifen kann. Solche Unified-Workspace-Lösungen setzen voraus, dass Programme vorinstalliert werden und mit allen benötigten Anwendungen und Sicherheitsfunktionen ausgeliefert werden. Diese Lösungen entlasten gleichzeitig die IT-Abteilung von zeitraubenden Aufgaben.

Sicherheit ist das wichtigste

Werden Daten über verschiedene Geräte und in unterschiedlichen Netzen genutzt, stoßen herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen schnell an ihre Grenzen. Auch dafür ist eine Unified-Workspace-Lösung hilfreich: In Übereinstimmung mit zuvor definierten Richtlinien greifen die Endgeräte auf das Firmennetz zu. Durch diesen Ansatz können Unternehmen auch die privaten Rechner und Smartphones ihrer Mitarbeiter, die beruflich genutzt werden, sicher vernetzen.

Einfach mal austauschen

Wenn die Einführung von digitalen Arbeitsplätzen nicht verordnet, sondern mit allen Mitarbeitern besprochen wird, steigt die Bereitschaft, sich auf das Neue einzustellen. Dazu gehört auch die Information zu Sicherheitsstrategien. Zudem ist für die Arbeit im Homeoffice ein neues Mindset essenziell – für die Team-Mitglieder, aber genauso für die Führungskräfte. Nur so klappt die Koordination der Prozesse weiterhin. Manchen Mitarbeitern fällt die ungewohnt flexible Arbeitsweise schwer, anderen fehlt ein positives emotionales Erlebnis. Sie müssen auf das Neue vorbereitet werden. Führungskräfte wiederum müssen lernen, ihr Kontrollbedürfnis herunterzufahren. Remote-Mitarbeiter sind eben nicht sichtbar für den Chef.

22.07.2020    Ulrike Maris
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