14.07.2020    Johanna Steinschulte

Recruiting

Per WhatsApp neue Mitarbeiter finden

Dicke Bewerbungsmappen, seitenweise Papier und einiges Geld für Briefmarken ausgeben. So liefen Bewerbungsprozesse früher ab. Heute ist selbst die E-Mail nicht mehr zeitgemäß. Wer mithalten will, muss umsatteln.

85 Prozent der Bundesbürger nutzen täglich WhatsApp. Doch vier von fünf Recruitern bevorzugen ​immer noch E-Mails​ für den Kontakt mit Bewerbern. Angesichts des „War for Talents“ sollten sich Unternehmen aber an den Vorlieben potenzieller Kandidaten orientieren: Von der Bewerbung, über die Kommunikation bis zur Einstellung. Das Smartphone ist aus diesem Prozess nicht mehr wegzudenken.

Es fehlt an Know-how, Zeit und Geld

Laut ​Recruiting-Trends 2020​ setzen nur ein Drittel der deutschen Unternehmen moderne Kommunikation und Technologie im Recruiting ein. Vielen Firmen fehlt es schlichtweg an technischem Know-how, Zeit und finanziellen Ressourcen, um aufwendige Technologie in Recruiting-Prozesse einzubinden. Lediglich Großkonzerne und digitale Vorreiter konnten in der Vergangenheit Innovationen wie Messenger oder Chatbots für diesen Zweck nutzen. Für den Kontakt mit dem Kunden hingegen kann die seit 2018 verfügbare WhatsApp Business App mittlerweile mehr als 50 Millionen aktive Nutzer verzeichnen. Seit dem Start der App im Jahr 2018 nutzen auch immer mehr kleinere Unternehmen die Möglichkeit, auf einfache und sichere Weise mit ihren Kunden direkt in Kontakt zu treten.

Neue Plattform soll Zugang erleichtern

Seit Juli 2020 bietet das Hamburger HRTech-Start-up TalentBait Deutschlands erste Plattform für Chat-Kommunikation im Recruiting an. „Wir möchte das Messenger-Recruiting für jede Personalabteilung möglich machen und Unternehmen dabei unterstützen, ihre Recruitingprozesse konkurrenz- und zukunftsfähig zu machen“, sagt Nils Schlomann, Gründer und Geschäftsführer von TalentBait. Dessen BewerberHub verfügt über eine integrierte Chat-Kommunikation. „Unternehmen jeder Größe erreichen ihre Bewerber damit unabhängig von Ort und Zeit ohne zusätzliche Kosten“, unterstreicht Schlomann.

14.07.2020    Johanna Steinschulte
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