verschlüsselte Daten
31.03.2021    Karina Engelking
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Start-up-Watchlist

MADANA: Ein unhackbarer Datenraum sorgt für Sicherheit

Was die MADANA-Gründer versprechen, klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Ihnen ist es gelungen, einen unhackbaren Datenraum zu bauen. Bei seiner patentierten Technologie setzt das Berliner Start-up auf Confidential-Computing – und auf die Blockchain. Mit deren Hilfe lassen sich Daten dezentral verwalten, was die Sicherheit zusätzlich erhöht.

Das Produkt: Ganz vereinfacht gesagt: Mithilfe der MADANA-Technologie lassen sich sichere virtuelle Datenräume bauen. Confidential-Computing macht es möglich. Und das heißt: Daten sind beim Cloud-Computing – dank Hardwareunterstützung – nicht nur bei der Speicherung und Übertragung verschlüsselt, sondern auch während der Nutzung. Letzteres war bisher nicht der Fall. Um das zu gewährleisten, werden die Daten nur innerhalb eines sicheren Raums, der Trusted Execution Environment, verarbeitet. Dieser Bereich ist vom Rest des Systems vollständig abgeschirmt – und gilt als unhackbar. Unbefugte Dritte können die Informationen weder einsehen noch stehlen.

Wie sorgt die Blockchain für Sicherheit?

Die Blockchain-Technologie garantiert dabei zusätzliche Sicherheit beim Datenaustausch. Denn bei der Blockchain sorgen die Nutzer dafür, dass Datenblöcke geprüft und zertifiziert werden. Weil ein Block nach dem anderen abgearbeitet wird, bilden sie eine Kette – eben die Blockchain. MADANA spannt diese Technologie so für sich ein, dass Daten zum einen kryptografisch verschlüsselt und damit anonym sind, aber zum anderen nutzbar für die Mitglieder des Netzes bleiben.

Die praktische Anwendung: Rückversich­erer zum Beispiel sichern jene Risiken der klassischen Versicherungen ab, die diese nicht eingehen wollen. Doch damit verbunden sind in der Regel hochsensible Daten, die bewertet werden müssen. MADANA bietet einen Datenanalyse-Marktplatz, auf dem Versicherer diese Daten anonymisiert einstellen können. Der Rückversicherer wiederum kann sie mit seinen Tools entsprechend bewerten.

Die Gründer: Aus dem ursprünglichen Gründerteam sind sowohl Christian Junger (CEO) als auch J.-Fabian Wenisch (CTO) bis heute an Bord. Junger war als einer der frühen Blockchain-Verfechter Mitbegründer des Bitcoin Aachen Meetup und blickt auf acht Jahre Erfahrung in den Bereichen Tech und Blockchain zurück. Zudem ist er neben seiner Position bei MADANA ein angesehener Berater für dezentrale und datenschutzfreundliche Dateninfrastrukturen. Wenisch ist der Urvater der patentierten MADANA-Technologie und war vor der Unternehmensgründung IT- und Software-Entwickler in der deutschen Automobilindustrie.

Wie schütze ich mich vor Cybercrime?

Die Innovationskraft: Zwei Entwicklungen machen die Technologie von MADANA so relevant. Zum einen sprechen alle über Datensicherheit. Der Gesetzgeber hat mit der DSGVO, der Datenschutz-Grundverordnung, entsprechende Regularien vorgelegt. MADANA hat ein patentiertes System geschaffen, das Daten sicher austauscht und verwahrt. Zudem steigt die Menge der Daten stetig an: Eine Umfrage von Dell unter 1.000 IT-Ent­scheidern weltweit etwa zeigt, dass Unternehmen 2018 bereits 9,7 Petabyte verwalteten. Bereits im Folgejahr waren es dann 13,5 Petabyte. Ein Petabyte entspricht mehr als einer Milliarde Megabyte. Das sind Daten, deren Sicherheit gemäß der DSGVO gewährleistet sein muss. Analog dazu steigt laut der Studie das Bewusstsein für die Verwundbarkeit der Systeme: Während 2018 noch 76 Prozent der Firmen Gefährdungen etwa durch Cyberangriffe verzeichneten, waren es 2019 schon 82 Prozent.

31.03.2021    Karina Engelking
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